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Architektur

Vinkovci gehört zu den nordkroatischen Städten, die durch sehr bedeutende architektonische Merkmale gekennzeichnet ist.

Die architektonische Struktur der Stadt ist das Ergebnis einer Vielzahl von geschichtlichen Etappen, wirtschaftlichen Einflüssen, sowie der ökonomischen und finanziellen Macht ihrer Einwohner. Die Stadt hat ein reiches architektonisches Erbe aufzuweisen. Vinkovci ist eine räumlich großzügige Stadt, deren Struktur größere Plätze und lange Hauptstraßen ermöglichten und somit die Grundlage für die urbanistische Entwicklung waren.

Weiterhin prägt das Stadtbild eine Anzahl von öffentlichen Grünanlagen und Parks, sowie klar erkennbare zeitgenössische Planbezirke bzw. Stadtteile. Trotz den Beschädigungen der vergangenen Kriege, aber vor allem des kroatischen Unabhängigkeitskrieg glänzt das Stadtzentrum der Stadt, durch den Wiedeaufbau und Renovierungen, viel schöner als je zuvor. Der zentrale Platz, mit den angrenzenden barocken und urbanistischen Bauwerken, zeugt von großen kulturellen, historischen, städtebaulichen, architektonischen (stilistischen) und ästhetischen Werten der Stadt Vinkovci.

Innerhalb dieser oben genannten städtischen Struktur breitet sich der Stadtpark aus, der zur Zeit des Gemeindevorstandes Adolf Albrecht im Jahr 1868 entstand, als man auf dem ehemaligen „Paradeplatz“ Bäume pflanzte. Fast seit der Gründung der Anlage steht in der Mitte des Parks das Denkmal der Heiligen Dreifaltigkeit.

Zur Zeit des Gemeindevorstandes Nikola Janković wurde der Park im französischen Stil ausgebaut und erweitert. Die barocke Pfarrkirche wurde 1777 gebaut und bekam ihr heutiges Aussehen Anfang des 20. Jahrhunderts.

Das Gebäude der Broder Vermögensgemeinde wurde im Jugendstil errichtet und hat zwei Vorderfronten (Schmuckfassaden). Die Kürzere ist dem Platz (Park) zugewandt, während die andere zur Straße ragt. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein alleinstehendes einstöckiges Gebäude, das 1873 in den Besitz der Forstverwaltung (Direktion) der Broder Vermögensgemeinde viel. Durch die Renovierung und Erweiterung im Jahr 1909 (bis 1912) erlangte das Gebäude endgültig 1916 sein jetzige Aussehen.

Oberhalb der Eingangstür (im zentralen Teil der Attika) befinden sich eingeprägte Ornamente, die die Bedeutung der Wälder und der Forstwirtschaft in dieser Region symbolisieren. Unterhalb des frontalen Turms steht eine Gedenktafel die Josip Runjanin, dem Komponisten der kroatischen Nationalhymne „Lijepa naša“ gewidmet ist. Das Türmchen, die schrägen Dächer und die Zierden des Gebäudes sind erkennbare Symbole der Stadt geworden.

Im westliche Teil des Platzes steht das heutige Museum der Stadt, das mit seinen unverwechselbaren Gewölbebögen um 1776 errichtet wurde. Das Gebäude wurde im Geiste der militärgrenzlichen, barocken Architektur errichtet und ist heute eines der ältesten Bauwerke der Stadt.

Das Gymnasiumgebäude dominiert den östlichen Teil des Platzes. Dieses hohe zweistöckige Gebäude wurde anlässlich des hundertsten Jahrestages des Gymnasiums im Jahre 1879 gebaut und gehört (entsprechend der Fassadengestaltung) zur eklektizistischen Architektur.

Autor des Texts: mr.sc. Vladimir Ćirić