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Historischen und kulturellen Tourismus

Orion

Eine bedeutende Rolle, in einer ganzen Reihe von wichtigen Einzelheiten in der Stadtgeschichte, spielt der älteste indoeuropäische Kalender „Orion“. Das Gefäß wurde am 21. März 1978 durch archäologischen Ausgrabungen auf dem Platz des heutigen Hotels „Slavonija“ entdeckt. Zwanzig Jahre später konnte festgestellt werden, dass die Abbildungen des 
Sternbildes, der dem Nachthimmel von Vinkovci wie folgt entspricht:

  1. Frühling: Orion und Sonne
  2. Sommer: Plejaden, Kassiopeia und Schwan
  3. Herbst: Plejaden, Zwillinge und Fische/Pegasus
  4. Winter: Plejaden, Zwillinge, Fische/Pegasus, Kassiopeia und ein dominantes Sternbild Orion

Auf der neu gestalteten Fußgängerzone in der Stadtmitte, sind die Symbole des „Orion“-Gefäßes abgebildet. Für Professor Aleksandar Durman, der die damaligen Ausgrabungen leitete, haben diese Darstellungen folgende symbolische Bedeutung:

„Hier in der Mitte von Vinkovci, der ältesten europäischen Stadt, stehen die Symbole des Universums, der Zeit und der Zivilisation nahe beieinander. 
Die Darstellungen auf dem Gefäß, welches in der Vučedol-Schicht gefunden und auf das Jahr 2600 vor Christus datiert wurde, zeigen den vollständigsten indoeuropäischen Kalender, der auf astralen Symbolen mit den relevanten Sternbildern für alle vier Jahreszeiten beruht. 
Obwohl in der gleichen Zeit sumerische und ägyptische Kalender entstanden sind, ist dieser einzigartig, da er auf den 45. Breitengrad justiert wurde. Dieser zeigt , die für diesen Breitengrad  bestehenden, klimatisch bedingten vier Jahreszeiten.“

Mehr finden Sie auf www.muzejvk.hr  

Archäologischer Park Sopot

Der „Archäologische Park Sopot“ ist über einen 3 km langen Fahrrad- und Fußweg mit dem Stadtzentrum verbunden. Der Park, mit seinen sechs „Sopot-Häusern“, befindet sich in der Nähe des Ausflugsortes Sopot. Die Häuser wurden nach Funden und Ausgrabungen in der Gegend rekonstruiert, sowie sie in der Sopot-Kultur an Flüssen, Sümpfen und Bächen erbaut wurden. Der Archäologe Professor Dimitrijević benannte die Kultur nach dem Fundort Sopot.

Mehr finden Sie auf www.muzejvk.hr

Sakrale Denkmäler

Außer den wertvollen Gegenstände, die im Stadtmuseum aufbewahrt und gezeigt werden, gibt es noch eine ganze Reihe von sakralen Denkmälern, die in der ganzen Stadt und der Umgebung verteilt sind.

Das älteste Denkmal ist die Frühromanische Kirche Hl. Elias auf „Meraja“ (türkisch: Rastplatz für Schafe). Von dieser Kirche zeugt das Fundament, das noch heute zu sehen ist. Durch Funde (Münzgeld) in Gräber auf dem Friedhof der Kirche, konnte man die Entstehung des Gebäudes in die Zeit der Kolman-Regierung (1095-1116) datieren. Die Kirche wurde später zerstört, und auf einem Teil ihres Fundaments wurde im 14. Jahrhundert eine gotische Kirche mit einem Kirchenschiff gebaut. Diese Kirche hatte eine sehr interessante Geschichte.

Aussehen und der Stil der Kirche wechselte, die bis zum 18. Jahrhundert als sakrales Objekt genutzt wurde. Danach wurde sie von der Armee (während der Militärgrenze) und bis zum zweiten Weltkrieg (auch länger) als Lagerhalle umfunktioniert. Neuere Forschungen ergaben, dass sie dem Hl. Elias geweiht wurde und dass es neben dem Hauptaltar des Hl. Vinzenz noch zwei Seitenaltare gab. Eines davon war der Muttergottes geweiht. Der andere Seitenaltar dem Hl. Anton, der später durch das Bildnis des Hl. Johannes Nepomuk ausgetauscht wurde.

Während der Befehlsgewalt des Broder Regiments in Vinkovci beschrieb ein Protokoll aus dem Jahre 1771 den schlechten Zustand der Pfarrkirche auf Meraja und regte den Bau einer neuen Kirche  beim Kriegsrat an. Im Jahr 1772 begannen die Arbeiten der heutigen (großen) Kirche. Man erzählt sich, dass der Fähnrich “Vukasinović“ die Baupläne zweier baugleichen Kirchen (eine größer, eine kleiner) vorliegen hatte. Die Größere war für die Stadt Vinkovci bestimmt und die Kleinere für das Dorf Kukujevci in Srijem. Durch einen Irrtum wurden die Pläne im Rat verwechselt, sodass heute tatsächlich in Vinkovci die kleinere und in Kukujevci die größere Kirche steht.

Der Bau der Kirche dauerte bis 1777 und war zuerst dem Heiligen Johannes Nepomuk geweiht. Aus der alten Kirche des Hl. Elias auf Meraja wurden drei Glocken (von vier), das wertvolle Bild der seligen Jungfrau Maria und das Bild des Heiligen Johannes Nepomuk für die neue Kirche verwendet. Die mit wertvollen Kunstwerken bestückte Barockkirche wurde 1973 den Heiligen Eusebius und Polion geweiht (zuvor Hl. Nepomuk).  Nach schweren Zerstörungen 1991 im kroatischen Unabhängigkeitskrieg, wurde sie größten Teils wieder rekonstruiert.

Die Mutter des Ban Josip Šokčević, Frau Eliza Šokčević (geb. Čolić) befahl den Bau der Kapelle „Hl. Maria Magdalena“ (früher: Kapelle der Verklärung des Herrn), die auf dem Friedhof von Vinkovci steht. Aber auch die Kapellen  „Hl. Anna“, „Hl. Florian“ und „Hl. Roko“ verschönern das Stadtbild.